Tepro Grenada – Keramikgrill im Test

Kamado, Kreamikgrill, Ei…. Viele Namen schwirren für die großen, massiven Holzkohle-Grills im Raum rum, wovon einer der Tepro Grenada ist. Bis Anfang 2017 waren mir nur die allgemein bekannten Keramikgrillhersteller geläufig und ich habe mich lange, auf Grund des hohen Preises, gescheut mir selber einen zuzulegen. Hier und da durfte ich aber immer mal wieder bei befreundeten Grillern besagte Grills bedienen. Kamados zeichnen sich durch einen geringen Verbrauch an Brennstoff, eine stabile Hitze, Vielseitigkeit in der Anwendung und vieles mehr aus. Kurz um… Sie machen einfach Spaß!

Ich möchte euch hier einen Kamado vorstellen, der noch recht neu am Markt ist und der sich noch beweisen will.

Auslieferung und Aufbau

Das so genannte „Unboxing“ steht nach Auslieferung eines Grills immer an erster Stelle und macht immer wieder mächtig Spaß! Der Grenada kommt wirklich gut verpackt in zwei Kartons auf einer Palette. Der Keramikkörper und sämtliche Teile sind gut durch Hartpappe und Luftpolsterfolie geschützt, so dass der Grenada defininitiv sicher bei euch ankommen sollte!

Nachdem ich alle Teile ausgebreitet hatte, konnte ich zunächst alleine mit der Montage des Edelstahl-Gestells beginnen. Dieses macht einen wirklich soliden Eindruck. Die Rollen sind sehr wertig und halten das Gewicht von ca. 80kg locker aus.

Nun benötigt man ein bis zwei helfende Hände bei der „Hochzeit“… Der Keramikkorpus wird lose in das, durch Filz gepolsterte, Gestell gesetzt. Danach kann die Montage der Kleinteile und das Einsetzen des Keramik-Innenkörpers beginnen. Da im Prinzip nicht wirklich viel geschraubt oder gebaut werden muss, war ich nach einer guten Stunde fertig und konnte so den Grill endlich in seiner gesamten Pracht begutachten und auf Detailsuche gehen…

Technische Daten zum Tepro Grenada

Auf der Tepro Homepage finden sich folgende Maße im aufgebauten Zustand:

ca. 130 cm x 73 cm x 123,5 cm (BxTxH)
Farbe: schwarz/Edelstahl
Gewicht: 80 kg netto

  • Grillfläche: ca. 46,5 cm
  • Keramikhülle mit zusätzlichem Keramikeinsatz
  • 1 Edelstahl-Grillrost mit Grillrosteinsatz ca. 30 cm Ø
  • emaillierte Grill-Aussenbeschichtung
  • aufklappbarer Deckel mit Griff
  • Guss-Lüftungsregler am Deckel
  • Thermometer
  • hitzebeständige Filzdichtung
  • Guss-Kohlerost
  • Edelstahl-Lüftungsschieber am Grillkörper
  • 2 abklappbare Seitenablagen
  • Edelstahl-Trolley mit Grillrosteinsatzhalterung
  • 4 Lenkrollen mit Bremsen
  • Arbeitshöhe ca. 81,5 cm
  • Kohlefassungsvermögen max. 3,0 kg

Dem möchte ich nur noch ein paar Details hinzufügen…

  • Der Grenada verfügt über das Rost-in-Rost-System, was dem Griller ermöglicht ganz einfach den inneren 30 cm Rost rauszunehmen und durch einen Wok, einen Pizzastein, eine Gusspfanne oder einen Gussrost zu ersetzen.
  • Der Deckel wird durch recht starke Federn gehalten.
  • Passend für den Grenada bietet Tepro einen Überzug.
  • Lediglich der Dämpfer, der den Deckel bei einem versehendlichen fallen lassen schützen soll, macht auf mich einen zu schwachen Eindruck.

Angeboten wird der Tepro Grenada aktuell für rund 750€.

Hier noch ein paar Detailbilder

Der Tepro Grenada im Einsatz

Natürlich konnte ich es nicht erwarten, den Granada einzuweihen… Also Kohle rein und Action! Die Holzkohle lässt sich hervorragend mit dem Looflighter oder vergleichbaren Geräten entzünden.

Ich verwende für meinen Grenada die El Toro Steakhouse Kohle von Schmitz aus Mönchengladbach. Zum einen ist die Firma nur knapp 15 km von mir zu Hause entfernt (support your local dealer) und zum anderen ist die Kohle wirklich von einer spitzen Qualität. Ich werde unten ein paar Bilder von den Grillergebnissen einstellen. Hier werde ich nur auf die Eigenschaften des Grills eingehen und keine Rezepte oder ähnliches runterschreiben.

Wie ihr an den Bildern sehen werdet, lässt sich mit dem Grill hervorragend flach grillen, indirekt grillen, aber genauso gut smoken und low and slow BBQ Gerichte bereiten oder einfach mal ein schönes Steak medium rare anknuspern. Als nächstes geplant ist den Grenada zum Pizza backen verwenden. Der Bericht folgt bzw. wird hier ergänzt. Den Wok-Einsatz habe ich beim Tepro Toronto Click bereits getestet.

Zum flachgrillen braucht es nur ordentlich Hitze und genügend Fleisch. Beides hatte ich und es war sehr gut. Ein schönes Aroma der guten Kohle war am Fleisch und die großen Öffnungen sorgten für ausreichend Durchlüftung.

Zum indirekten grillen musste ich mir den Pizzaeinsatz zur Hilfe nehmen und ihn als Hitzeschild missbrauchen, da sonst die gesamte Hitze direkt an das Grillgut gekommen wäre. Durch Doggieroasts und ein zweites Rost hatte ich dann eine zweite Ebene. Leider hat Tepro diesen Hitzeschild nicht im Programm, aber was nicht ist, kann ja noch werden 😉 Jedenfalls hat es dann mit dem Deflektor wunderbar funktioniert und die Hähnchen waren hervorragend!

Einen Longjob, low&slow mit schönem Raucharoma durch Smokechunks habe ich mit Ribs im 3-2-1 Verfahren gemacht. Ich kann auch hier nur sagen, dass das Ergebnis perfekt war. Die Ribs waren „Fall of the bone“, also so, dass die Knochen einfach so vom zarten Fleisch fallen oder umgekehrt 😉

Oder zu guter Letzt ein schönes Steak auf dem Gussrost bei ordentlich Hitze… Durch das Gussrost gab es ein schönes Branding und natürlich zusätzliche Röstaromen. Das Steak war super, allerdings lohnt es sich meiner Meinung nach nicht, den Grill für ein einzelnes Steak anzufeuern. Hier würde ich den Grenada nur zum Einsatz bringen, wenn ich mehrere machen möchte oder noch andere Dinge darauf zaubern will.

Durch die bereits erwähnten Lüftungsöffnungen kommt ausreichend Luft in den Grill und die Öffnung auf dem Deckel sorgt für einen guten Durchfluss an Luft. Wer seine Kohle löschen will, kann dies ganz einfach tun, indem er alle Schieber verschliesst. Dies sorgt dafür, dass die Kohle erstickt und ihr sie beim nächsten Mal wieder verwenden könnt.

Eine Sache die andere Hersteller mittlerweile haben, fehlt mir allerdings am Grenada. Da ich gerne smoke und nicht jedes mal den Rost wieder herausnehmen will, würde ich mir eine Öffnung wünschen wodurch ich Chips, Pellets oder anderes Räuchermaterial einführen könnte.

Fazit zum Grenada von Tepro

Solltet ihr euch den Grenada zulegen wollen, bekommt ihr einen guten Keramikgrill in der Einsteigerklasse zu einem wirklich guten Kurs. Die Filzabdichtungen sind dicht, die Keramik ist dick und hält die Hitze gut im Inneren des Grills. Das Thermometer ist genau und zeigt die Temperatur, die es zeigen soll. Mich spricht das Rautenmuster unter dem schwarzen Lack sehr an und hebt sich ein wenig von den anderen Designs ab, die man so kennt. Allerdings sieht man durch dieses Design auch die Mikrorisse, welche durch das Brennen der Glasur entstehen mehr, als bei den Designs der anderen Hersteller. Dies sieht man aber nur bei wirklich genauem hinsehen und speziellem Lichteinfall.

Alles in Allem macht der Grenada jede Menge Spaß. Man kann mit ihm die Vielseitigkeit eines Kamados durchspielen. Ich würde mir wünschen, dass das ein oder andere Zubehör noch auf den Markt kommt, wie der Deflektorschild, eine zweite Ebene um mehr Fleisch aufzulegen oder es gar ziehen zu lassen, einen Ascheschieber für den unteren Lufteinlass… Aber dies sind, wie gsagt, Zubehörteile, die zur Not auch von anderen Herstellern dazu gekauft werden könnten.

Ihr bekommt mit dem Grenada einen wirklich qualitativ hochwertigen Grill zu einem guten Preis!

So, nun aber wieder an den Grill und was feines zeubern 😉

Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen und ich konnte euch den Grenada angemessen vorstellen. Falls auch ihr einen besitzt oder euch zulegen wollt, dann schreibt doch mal eure Erfahrungen hier drunter 🙂

Bis bald…

Der Steffen

 

 

 

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